25.03.2012

Krämpfe zu später Stunde

Vielleicht begann ich meinen grössten Fehler gleich zu Beginn des Rennens, wo ich mich passiv zurückhielt und schaute, was die stärksten im Feld so tun. Oder ich war einfach nicht erholt genug. Sammelposten an der NOMJedenfalls fand ich nie einen schönen Rhythmus, musste mich immer quälen um überhaupt in einem vernünftigen Tempo vorwärts zu kommen. Dass ich physisch nicht auf der Höhe war, merkte ich spätestens bei halber Distanz, wo in einem Aufstieg Krampferscheinungen auftraten. Das habe ich sonst nie, egal wie lange der Wettkampf ist. Nun, ich lief fortan in einem eher gemächlichen Speed, auf der Sprintkarte zum Schluss setzte ich nochmals etwas zu.Da ich keine groben Fehler begann, reichte es gerade noch in die Top10. Bei einem Posten lass ich eine andere Teilstrecke und überlief ihn etwas, einmal stach ich zu spät in den Hang. Dann nahm ich noch die falsche Route zu Beginn des Sprintteils. Insgesamt vielleicht 90s, kaum mehr.
 

Es geht doch

Natürlich gab mir vor allem meine läuferische Leistung zu denken, nicht zuletzt, da ich mich an der Cross-SM vor drei Wochen auch nicht gut fühlte. Zuversicht hingegen gibt mir letztes Wochenende, wo ich am Kerzerslauf eine gute Zeit lief und Tags darauf bei einer Mitteldistanz (Quali und Final) im Eschenberg auch noch ganz anständig vorankam. Alles in allem bin ich nach wie vor überzogen, dass der Aufbau stimmt. Jetzt heisst es viel Schlafen, gut erholen, viel essen, um die Speicher wieder zu füllen. In viereinhalb Wochen ist der erste EM-Testlauf im Jorat – da möchte ich andere Beine haben!

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